Ausstellungseröffnung zum »Verlorenen Transport«
Eine neue Ausstellung im Rathaus Senftenberg erzählt die bewegenden Lebensgeschichten von acht jüdischen Kindern und erinnert an die Ereignisse des sogenannten „Verlorenen Transports“ im April 1945.
Die Ausstellung wird am Freitag, 8. Mai 2026, um 16 Uhr im Rathaus Senftenberg eröffnet.
Im Mittelpunkt stehen acht jüdische Kinder und Jugendliche. Sie wurden im April 1945 aus dem Konzentrationslager Bergen Belsen nach Theresienstadt deportiert. Gemeinsam mit rund 2.500 weiteren Häftlingen gerieten sie in den sogenannten „Verlorenen Transport“. Zwölf Tage lang irrte der Zug unter katastrophalen Bedingungen durch die Lausitz, bevor die Menschen am 23. April 1945 bei Tröbitz von der Roten Armee befreit wurden.
Die dargestellten Biografien stehen stellvertretend für das Schicksal vieler jüdischer Familien in den von Deutschland besetzten Ländern. Sie erzählen von Verfolgung, Deportation und den unterschiedlichen Lebenswegen nach der Befreiung.
Erarbeitet wurde die multiperspektivische Ausstellung vom Freundeskreis Technisches Denkmal Brikettfabrik LOUISE Domsdorf e. V. unter der Leitung von Prof. Dr. Günter Morsch. Sie beleuchtet zugleich die besondere Begegnung zwischen der Bevölkerung von Tröbitz, den entkräfteten Häftlingen und sowjetischen Soldaten.
Fotografien, Zeichnungen, Zitate sowie Videoausschnitte und drei Videostationen ermöglichen einen vielschichtigen Zugang zu den historischen Ereignissen.
Die Ausstellung ist bis zum 29. Mai 2026 während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Leiterin und Pressesprecherin
Markt 1
01968 Senftenberg
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