Hundemalaria: Was Tierhalter jetzt wissen sollten
Eine durch Zecken übertragene Erkrankung tritt auch in der Region vermehrt auf. Das Veterinäramt gibt Hinweise für Hundehalter.
Veterinäramt empfiehlt Schutz und schnelle Reaktion
Im Landkreis Oberspreewald Lausitz wird eine durch Zecken übertragene Erkrankung bei Hunden zunehmend festgestellt. Die sogenannte Babesiose, auch als Hundemalaria bekannt, kann unbehandelt schwer verlaufen und im schlimmsten Fall tödlich enden.
Ausgelöst wird die Krankheit durch Blutparasiten, die vor allem durch die Wiesenzecke übertragen werden. Diese Zeckenart ist besonders in feuchten Gebieten wie Wiesen, an Waldrändern oder in Gewässernähe aktiv. Hauptzeiten sind das Frühjahr sowie der Herbst. Bereits 12 bis 48 Stunden nach einem Zeckenstich kann eine Übertragung erfolgen.
Typische Symptome zeigen sich meist ein bis drei Wochen nach der Infektion. Dazu zählen:
- hohes Fieber
- Appetitlosigkeit und Schwäche
- blasse Schleimhäute
- rötlich oder bräunlich verfärbter Urin
Im weiteren Verlauf kann es zu schweren Organschäden kommen, etwa an Leber oder Nieren. Auch Atemprobleme oder neurologische Auffälligkeiten sind möglich.
„Wir raten allen Hundehaltern, aufmerksam zu sein und bei ersten Anzeichen umgehend einen Tierarzt aufzusuchen“, sagt Laura Schuster, Leiterin des Veterinäramtes. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden.
Der wirksamste Schutz bleibt die Vorbeugung. Tierhalter sollten ihre Hunde regelmäßig mit geeigneten Mitteln gegen Zecken schützen und nach Spaziergängen gründlich absuchen. Eine tierärztliche Beratung ist dabei sinnvoll.
Für den Menschen besteht nach aktuellem Kenntnisstand keine Gefahr durch die Erreger der Hundebabesiose. Dennoch erinnert der Landkreis daran, auch sich selbst nach Aufenthalten in der Natur auf Zecken zu kontrollieren. Die Region zählt zu den FSME Risikogebieten. Eine Impfung kann hier zusätzlichen Schutz bieten.
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