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13.11.2025

Kelterei Hosena: Wo der Apfel in die Flasche kommt

Gewachsen und gereift in der Region, handgepflückt oder geschüttelt, gepresst und abgefüllt. Ehrenwort: In die Glasflaschen der Kelterei Hosena kommt nur das flüssige Gold der Lausitzer Streuobstwiesen.

Nach einem Rekordjahr und letztem Obst-Annahmetag in der traditionsreichen Kelterei im Senftenberger Ortsteil Hosena haben der Beigeordnete des Landkreises, Alexander Erbert, und Bürgermeister Andreas Pfeiffer dem renommierten Saftproduzenten einen Unternehmensbesuch abgestattet und das mit 600 000 Litern prall gefüllte Tanklager inspiziert.

Hundertprozent Heimat im Glas

Foto: Geschafft! Rund 1100 Tonnen Obst wurden im Rekordjahr 2025 in der Kelterei Hosena verarbeitet. Zu den besonderen Herausforderungen im Spitzen-Obstjahr kamen Bürgermeister Andreas Pfeiffer (l.) und der Beigeordnete des Landkreies, Alexander Erbert (r.), mit Kelterei-Chef Jan Rolla ins Gespräch.

Äpfel, Birnen, Quitten, Kirschen und Beeren – die Pressen hatten in diesem Rekordjahr Schwerstarbeit zu leisten.  Rund 1100 Tonnen Obst wurden in der Kelterei Hosena von den 12 Mitarbeitern verarbeitet. Ein Rekordjahr nach dem Totalausfall des Vorjahres. Obstjahre wie dieses, wo sich die Äste biegen, gibt es bestenfalls aller zehn Jahre.

Dabei hat sich das Geschäftsmodell der Kelterei seit 100 Jahren kaum geändert: die Kunden sind gleichzeitig die Lieferanten. Sie bringen das frisch geerntete Obst aus Kleingärten und Streuobstwiesen zur Annahme.  Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Wassereimer oder ein ganzer Autoanhänger voll beladen ist mit der kostbaren Fracht: Äpfeln aus der Lausitz.  Die abgelieferte Menge wird später in einen flüssigen Gegenwert umgerechnet. Ein Tauschgeschäft, das so seit Generationen läuft und Tradition in der Lausitz hat. Äpfel gegen Apfelsaft. Frisch gepresst und 100 Prozent Heimat im Glas.

Foto: Bis auf den letzten Liter Fassungsvermögen gefüllt: das Tanklager der Kelterei Hosena. 600 000 Liter Obstsäfte "schlummern" hier.

Der Saft von den Lausitzer Streuobstwiesen ist eine Rarität. Der einzigartige und unverkennbare Geschmack resultiert aus der Sortenvielfalt von bis zu 40 verschiedenen Apfelsorten. „Vom sauren Griepsch bis zur süßen Vitaminbombe“, erklärt Geschäftsführer Jan Rolla das Geheimnis hinter dem Hosenaer Apfelsaft. Besonders die alten Apfelsorten wie Kaiser Wilhelm, Boskoop, Gravensteiner, Berlepsch oder Prinz Albrecht von Preußen geben dem Geschmack das gewisse Etwas. Auf das in der Vergangenheit auch schon die Juroren der „Grünen Woche“ in Berlin aufmerksam wurden und mit einer Goldmedaille auszeichneten.

26 Obstsäfte gehören inzwischen zum Sortiment des Familien-Unternehmens. Neu in diesem Jahr ist der Apfel-Ingwer-Trunk und der Kinder-Zwergenpunsch für die Winterzeit.

Neu ist auch das Projekt einer Schaubrennerei mit Obstbränden, die es so nur in der Lausitz gibt. „Unser Traum lebt. Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Produktionsleiter Mario Noack. Erste Geschmacksproben vom Quitten- oder Stachelbeergeist sind vielversprechend.

Bürgermeister Andreas Pfeiffer: „Die Hosenaer Säfte stehen für natürliche Regionalität. Das Obst ist rund um Senftenberg gereift, hier geerntet und verarbeitet. So schmeckt unsere Heimat, so funktioniert lokale Wertschöpfung.  Mit der köstlichen Vielfalt im Glas hat die Region seit Generationen einen genussvollen Werbebotschafter.“

Foto: Das großzügige Tanklager mit 600 000 Liter Fassungsvermögen hat die Kelterei im Durstjahr 2024 mit komplett erfrorener Obstblüte gerettet. Produktionsleiter Mario Noack (Mitte) präsentiert dem Bürgermeister und dem Beigeordneten des Landkreises ein bis unters Dach gefülltes Lager.   

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