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17.03.2026

Bürgermeister machen Druck für Bahnverbindung in die Lausitz

Die Lausitz steht vor einem historischen Sommer: Mit der geplanten Freigabe der schiffbaren Kanäle im Seenland wachsen Brandenburg und Sachsen auf dem Wasserweg endgültig zusammen. Um diese Dynamik auch auf die Schiene zu übertragen, trafen sich Vertreter aus Politik, Kommunen und Landkreisen entlang der Bahnstrecke Dresden – Kamenz – Bernsdorf – Senftenberg/Hoyerswerda am 10. März 2026 in der Seestadt Senftenberg.

Brief an beide Ministerpräsidenten versendet

Foto: Politik, Kommunen und Landkreise aus Brandenburg und Sachsen machen sich stark für eine zuverlässliche Anbindung  von Dresden in die Lausitz und ins Lausitzer Seenland.

Ihr klares Ziel: Die Verstetigung der Bahnverbindung, um regionale Wirtschaft, Pendler, Touristen und Tagesausflügler grenzübergreifend zu vernetzen.

Der Strukturwandel schafft derzeit neue Arbeitsplätze in beiden Bundesländern. Doch während die touristische Infrastruktur mit dem Seenverbund 2026 einen Meilenstein erreicht, gibt es bei der Mobilität auf der Schiene noch Handlungsbedarf. Die Infrastruktur der Strecke existiert bereits und wird saisonal durch die „Seenlandbahn“ genutzt. Die Kommunen Senftenberg, Hoyerswerda, Bernsdorf, Kamenz, Elsterheide und Lauta fordern nun den ganzjährigen Regelbetrieb.

Stimmen vom Bahn-Gipfel in Senftenberg:

  • Harry Habel, Bürgermeister von Bernsdorf: „Wenn der Lausitzer Seenverbund im Sommer mit schiffbaren Kanälen freigegeben wird, dann wollen die Menschen das neue Seenland auch erleben. Dafür brauchen wir die Bahn. Nur wenn die Lausitz infrastrukturell verbunden ist, kann der Strukturwandel funktionieren und bei den Menschen ankommen.“
  • Andreas Pfeiffer, Bürgermeister von Senftenberg: „Die Bahn ist lebenswichtig für die Menschen vor Ort, für die lokale Wirtschaft und den Tourismus. Wir brauchen eine schnelle und verlässliche Verbindung aus dem Lausitzer Raum direkt ins Herz des Seenlandes.“
  • Kathrin Michel, SPD-Bundestagsabgeordnete: „Die Lausitz sprüht vor Zukunft. Die Bahn wäre das entscheidende Bindeglied. Ein Schulterschluss beider Länder ist dafür jetzt unerlässlich. Lasst uns gemeinsam Wege finden, damit die Bahn dauerhaft rollt.“

Als Ergebnis des Treffens unterzeichneten die Beteiligten eine gemeinsame Erklärung, die den dringenden Handlungsbedarf untermauert. Das Dokument wurde noch am selben Tag an die Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen gesendet.

Die Botschaft ist bodenständig wie die Lausitz: Damit der Strukturwandel gelingt, muss die Mobilitätswende die Landesgrenzen überwinden.

Foto: Sechs Unterschriften für eine gemeinsame Erklärung, die den dringenden Handlungsbedarf untermauert. Der Brief liegt inzwischen auf den Schreibtischen der  Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen.


Hintergrund zur Seenlandbahn:

Die „Seenlandbahn“ verkehrt bereits heute als saisonales Angebot in den Sommermonaten und verbindet die sächsische Landeshauptstadt Dresden direkt mit dem Lausitzer Seenland. Bisher wird die Strecke vorrangig an Wochenenden und während der Ferienzeit bedient, um Ausflüglern und Touristen eine umstiegsfreie Anreise nach Senftenberg zu ermöglichen.

 Die bestehende Schieneninfrastruktur wird damit zwar genutzt, reicht aber nach Ansicht der regionalen Akteure nicht aus, um den Anforderungen des Pendlerverkehrs und der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung im Zuge des Strukturwandels gerecht zu werden. Ziel der aktuellen Initiative ist es, diesen saisonalen Inselbetrieb in ein ganzjähriges, verlässliches Taktangebot zu überführen.

 

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