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09.07.2026

Unternehmerschaft mit Ministerin im Zukunftsdialog

Zu einem intensiven und zukunftsweisenden Austausch kamen am Montag (6.Juli 2026) mehr als 60 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Senftenberg im Rathaus zusammen. Im Mittelpunkt des Zukunftsdialogs mit Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement standen die drängenden Herausforderungen und Chancen der Region: Investitionen, der anhaltende Strukturwandel, Fachkräftesicherung, die künftige Energieversorgung und der dringend notwendige Bürokratieabbau. Da diese Themen die Entwicklung der Lausitz massiv beeinflussen, war der offene und direkte Dialog von besonderer Bedeutung.

"Den Unternehmern wieder Luft zum Atmen verschaffen"

Foto: Wirtschaftsabend im großen Ratssaal mit Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement (2.v.l.), Bürgermeister Andreas Pfeiffer (l.), dem Kaufmännischen Geschäftsführer der LMBV, Torsten Safarik (2.v.r.), und Landtagsabgeordneten Julian Brüning (r.).

Ministerin Klement nutzte die Gelegenheit, um aus erster Hand zu erfahren, an welchen Stellen die Senftenberger Wirtschaft gezielte Unterstützung benötigt. Vor dem Einstieg in die Diskussions- und Fragerunde gab sie den anwesenden Gästen einen prägnanten Überblick über den aktuellen wirtschaftlichen Stand des Landes Brandenburg.

Beim Thema Bürokratieabbau fand die Ministerin deutliche Worte: „Wir müssen den Unternehmern wieder Luft zum Atmen verschaffen!“

Als konkrete Maßnahme kündigte sie vor der Senftenberger Unternehmerschaft an, dass das Brandenburger Vergabegesetz zum Jahreswechsel abgeschafft werden soll. Damit setzte sie ein klares Zeichen für Entlastung: „Wir müssen beim Bürokratie-Abbau mutig vorangehen“, so die Ministerin weiter.

Fokus auf Tourismus und den ländlichen Raum

Besonders am Herzen liegt Klement das Thema Tourismus – eine Botschaft, die in der See- und Urlauberstadt Senftenberg naturgemäß auf sehr offene Ohren stieß. Die Ministerin betonte, sich künftig verstärkt für den Erhalt von Landgasthöfen und Dorfkneipen starkmachen zu wollen, um die Attraktivität der Region sowohl für Einheimische als auch für Gäste nachhaltig zu sichern.

Offene Diskussion über Herausforderungen des Mittelstands

In der anschließenden, dynamischen Debatte kamen die konkreten Sorgen und Potenziale des lokalen Mittelstands zur Sprache. Die Innovationskraft kleinerer Unternehmen wurden dabei ebenso gewürdigt wie die Hürden des unternehmerischen Alltags. Kritisiert wurden von den Senftenberger Akteuren vor allem die viel zu langen Bearbeitungszeiten von Förderanträgen. Auch der akute Fachkräftemangel sowie die Herausforderungen bei anstehenden Unternehmensnachfolgen wurden intensiv diskutiert.

Der Zukunftsdialog im Rathaus hat verdeutlicht, dass die Transformation der Lausitz nur im engen Schulterschluss zwischen Landespolitik und regionaler Wirtschaft gelingen kann. Die gesammelten Impulse aus Senftenberg sollen nun in die weitere politische Arbeit in Potsdam einfließen.

Foto: Im offenen Dialog mit der Ministerin: Bürokratieabbau, zu lange Bearbeitungszeiten von Förderanträgen, Fachkräftemangel und Hürden im unternehmerischen Alltag waren Themen am Montagabend im großen Ratssaal.

 

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