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25.09.2023

Senftenberg: Richtfest mit 400 Kugeln Eis

Fünf Zimmermannsnägel trotz fehlendem Holzdach, ein Senftenberger Apfelbaum, sieben Sorten Kugeleis und rote Faßbrause – das Richtfest für den großen Schulerweiterungsbau an die Regenbogen-Grundschule war für Schulkinder und Bauleute gleichermaßen ein Freudentag.

Halbzeit bei der 14-Millionen-Euro-Investition

Foto: Die letzten Nägel fürs Gebälk wurden beim Richtfest eingeschlagen. Ein Dach aus Holz gibt es zwar nicht, dafür aber eines aus Stahlbeton. V.l: Schulleiterin Regina Jänke, Schulrätin Dagmar Kittel, Stadtverordnete Kerstin Weidner (Offene Fraktion Senftenberg), Staatssekretärin Claudia Zinke und Bürgermeister Andreas Pfeiffer.

Eis für alle! So kann ein Richtfest auf dem Schulgelände gerne immer losgehen: Am Freitagvormittag bezog der mobile Eiswagen von Christian Kilian vom Eiscafé Ortrand auf dem Schulhof der Regenbogen-Grundschule Senftenberg Position.

Zur Feier des Tages hatte Bürgermeister Andreas Pfeiffer alle Regenbogen-Kinder zu einer Kugel Eis eingeladen. Noch bevor der letzte Zimmermannsnagel eingeschlagen war, gab es kein Halten mehr: Schnell bildete sich eine lange Schlange quer über den Schulhof. Besonders beliebt waren übrigens Vanille, Delfino und Waldmeister.

Beim Schlecken der süßen Überraschung nehmen die Grundschüler den im Rohbau fertigen neuen Schulanbau unter die Lupe. Mit ihren Lehrern und Eltern freuen sie sich darauf, endlich mehr Platz zu haben. Beim Lernen in den Klassenzimmern, im Speisesaal, in einer neuen Lernküche und auf mobilen Flächen für Kunst, Musik und Theater. Mit dem Schulanbau stößt Senftenberg in eine neue Lern-Ära vor. Es wird die erste barrierefreie und mit Fahrstuhl ausgestattete Grundschule in Senftenberg sein. Mit viel Platz für ein offenes Lernkonzept, grünem Balkon, flexiblen Glaswänden und einem kleinen Amphitheater auf dem Schulhof.

Dort, wo jetzt die Richtkrone hängt, wächst das gewaltigste Bauprojekt der Stadt in die Höhe: 14 Millionen Euro für den Anbau mit zehn neuen Klassenzimmern für die Regenbogen-Grundschule. Gestemmt aus eigener Kraft, allein aus dem Stadthaushalt. Die aktuelle größte Baustelle in der Kreisstadt kommt dem Nachwuchs zugute.

Foto: Zuwachs für die Regenbogen-Grundschule. Der Rohbau für den Erweiterungsbau steht, die Bänder der Richtkrone flattern im Wind.

Was im Rohbau noch nicht zu sehen ist: der Anbau bleibt kein liebloser Betonklotz. Die Fassade mit breiten Fensterfronten wird noch aufgehübscht mit großformatigen Platten in Holzoptik.

Brandenburgweit ist Senftenberg mit der 14-Millionen-Euro-Baumaßnahme vorgeprescht. Vergleichbare Schulprojekte gibt es wenige im Land. Das bestätigt auch Staatssekretärin Claudia Zinke aus dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg. „Mit dem barrierefreien Anbau kann die Schule vierzügig werden und wird mehr Platz für Teilungsunterricht, Bewegungsangebote und eine Lernküche erhalten. Die neuen Räume werden es den Schülern ermöglichen, ihren Schulalltag selbstbestimmt und gleichberechtigt zu gestalten. Das bringt Freude am Lernen – und so soll Schule sein“, gratulierte sie zum Richtfest.

Nach dem Richtfest geht jetzt der Innenausbau in die Vollen. Über die Hälfte der Baulose ist bereits ausgeschrieben. Wenn der Anbau für den Schulbetrieb übergeben ist, wechseln die Bauleute in den Altbau. Er wird dann etagenweise gleichfalls fit gemacht.  Die Vorfreude auf die großzügig erweiterte und auf den modernsten Stand gebrachte Regenbogen-Grundschule ist jetzt schon groß.  „Für das neue Lernumfeld nehmen wir auch den Baulärm in Kauf“, reagiert Schuldirektorin Regina Jänke auf Kritik.

Damit beim Bau alles glattgeht und der Anbau im nächsten Schuljahr eingeweiht werden kann, darüber wacht jetzt ein frisch gepflanztes Apfelbäumchen der Sorte „Senftenberger“. Anfang der 1970er-Jahre in der Senftenberger Baumschule Scholz gezüchtet, können sich die Regenbogenkinder auf herrlich süß-säuerliche grün-gelbe Früchte mit roten Streifen freuen.  Eine Senftenberger Vitaminbombe, die auch noch Jahre später an das Richtfest erinnern wird.

Foto: Eis für alle: Amelie, Lilien und Trey aus der 3 b lassen es sich schmecken. Ihre Favoriten: Vanille und Schoko. Christian Kilian vom Eiscafé Ortrand kam mit seinem Eisschaber kaum hinterher.

 

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