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Nr. 31/SF16 - SFB III - Unterstützung der Vereinsarbeit des Senftenberger Weinfreunde e.V.

Schon in der Senftenberger Chronik ist geschrieben, dass Herzog Albrecht der Beherzte (*1443 - +1500) einen neuen Weinberg in Senftenberg angelegt hatte.
Im 18. Jahrhundert kam der Weinanbau durch Starkfröste und aus wirtschaftlichen Gründen, z.B. der Entwicklung des Bierhandels, fast zum Erliegen.

Mit dem Bergbau im 19. und 20. Jahrhundert mussten viele Dörfer der Braunkohleförderung weichen.
Anfang der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurden die inzwischen verwilderten Weinberge zwischen Hörlitz, Rauno und Reppist mit einer Fläche von 40 ha in der Lausitz für den Kohleabbau verschluckt.

Aus dieser Historie heraus gründete sich 2004 der Verein Senftenberger Weinfreunde e.V. mit dem Ziel der Pflege der Weinbautradition und des städtischen Kulturerbes.
Nach intensiven bodenverbessernden Maßnahmen über 4 Jahre hinweg, gelang es den Weinfreunden, den von der LMBV rekultivierten aufgeschütteten Hügel am Ende der Calauer Straße mit einem anfänglichen ph-Wert von 2,9 in einen ertragsfähigen Boden mit einem heutigen ph-Wert von 6,2 umzuwandeln.
Seit 2012 strecken ca. 240 Weinpflanzen, Alte Reben, ihre Triebe in Richtung der Sonne und erste Erträge konnten 2015 gelesen werden.
Das Interesse der Senftenberger(Innen), seiner Nachbarn und Gäste wächst und eine Bestätigung dafür erhielten wir wieder bei unserem Federweißenfest im September 2015.
Man kann sagen, rund um den Weinberg lebt das Wissen der Weinbautradition wieder auf.
Die Düngung, die Bodenpflege, die Rebenerziehung, das Spannen von Insektennetzen, das Wässern, die Weinlese bis hin zur Verarbeitung des Weines sind fester Bestandteil des Vereinslebens.
Unserem Verein gehören zurzeit 28 Hobbywinzer an und neben der überwiegenden Handarbeit rund ums Jahr kommt auch das gesellige Leben nicht zu kurz.

Mit der Aufrebung der "Raunoer Höhe " erfreut nun besonders das neue Antlitz der Stadtausfahrt in nördlicher Richtung die Senftenberger Einwohner und ihre Gästen.

Als finanzielle Unterstützung der Vereinsarbeit möchten wir 1.000 ¤ des Stadtteilfonds in Anspruch nehmen.