ÖPNV in Senftenberg: Blick auf 2027
Wie soll der Busverkehr in Senftenberg künftig aussehen? Bei einer Einwohnerversammlung wurden Pläne vorgestellt und viele Fragen aus der Bürgerschaft diskutiert.
Mehr Angebot, neue Strukturen und viele Hinweise aus der Praxis
Wie entwickelt sich der öffentliche Nahverkehr in Senftenberg in den kommenden Jahren? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Einwohnerversammlung.
Zum Auftakt eröffnete Bürgermeister Andreas Pfeiffer die Veranstaltung und betonte die Bedeutung eines funktionierenden ÖPNV für den Alltag der Menschen in der Stadt.
Im Anschluss stellte Herr Schütze von der Verkehrsgesellschaft VGOSL den aktuellen Stand vor. Ein zentrales Vorhaben: Ab Sommer 2027 sollen die Busverkehre kommunal organisiert werden. Das bedeutet, dass der Landkreis die Busse künftig selbst betreibt und eigenes Personal einstellt. Dafür sind umfangreiche Investitionen geplant.
Dazu gehören unter anderem:
- Anschaffung neuer Busse, darunter auch E Busse
- Aufbau moderner Betriebshöfe in Lübbenau und Lauchhammer
- Prüfung eines dritten Standortes in Senftenberg
- Übernahmeangebote für bestehende Fahrer
Auch das Angebot soll wachsen. Geplant ist ein Ausbau um rund 11 Prozent. Dabei wird derzeit geprüft, wo zusätzliche Verbindungen sinnvoll und finanzierbar sind.
Viele Hinweise aus der Bürgerschaft
In der Diskussion wurde deutlich, wo die Bürgerinnen und Bürger Verbesserungsbedarf sehen.
Ein häufig genanntes Thema war die Abstimmung zwischen Bus und Bahn. Viele wünschen sich bessere Anschlüsse, vor allem am Bahnhof. Auch die Taktung am Abend und am Wochenende wurde mehrfach angesprochen.
Weitere Hinweise aus der Bürgerschaft:
- bessere Erreichbarkeit von Gewerbegebieten
- dichtere Taktung im Stadtverkehr, etwa in Brieske
- zusätzliche Fahrten zu Veranstaltungen
- übersichtlichere und barrierefreie Haltestellen
- mehr Information und Werbung für bestehende Angebote
Auch die Idee eines eventbezogenen Zusatzverkehrs wurde diskutiert.
Herr Schütze machte deutlich, dass nicht alle Wünsche sofort umgesetzt werden können. „Wir müssen die Finanzierung im Blick behalten und Schritt für Schritt vorgehen.“
Neue Linienführungen in Vorbereitung
Im weiteren Verlauf stellte Herr Hellmund mögliche Varianten für den künftigen Stadtverkehr vor. Grundlage ist der Verkehrsvertrag für die Jahre 2027 bis 2037.
Idee gibt es unter anderem zu:
- neuer Linienführungen im Stadtgebiet
- zusätzliche Haltestellen
- Betriebszeiten
- Wochenendverkehr
Derzeit werden verschiedene Varianten geprüft. Eine Entscheidung soll noch in diesem Jahr vorbereitet werden.
Weitere Themen: Schulwegsicherheit und Infrastruktur
Neben dem ÖPNV wurde auch über sichere Schulwege gesprochen. Ziel ist es, Kinder zu mehr Selbstständigkeit im Straßenverkehr zu ermutigen und Eltern für das Thema zu sensibilisieren.
Diskutiert wurden unter anderem:
- sogenannte Kiss and Ride Bereiche
- sichere Querungsmöglichkeiten
- Verbesserungen im Rad und Fußverkehr
Auch der geplante Ausbau der Briesker Straße wurde vorgestellt. Die Entwurfsplanung soll noch in diesem Jahr vorliegen. Ein Baustart ist für 2028 vorgesehen.
Ausblick
Viele Hinweise aus der Bürgerschaft fließen nun in die weiteren Planungen ein. Klar ist: Der ÖPNV in Senftenberg wird sich verändern.
Die Stadt wird das Thema weiterhin begleiten und auch über ihre Kanäle über Fortschritte informieren.
Leiterin und Pressesprecherin
Markt 1
01968 Senftenberg
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