Aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK) werden die wesentlichen Schwerpunkte der Stadtentwicklung zu Schlüsselmaßnahmen zusammengefasst. Mit ihnen werden die Handlungsprioritäten für die kommenden Jahre festgelegt. Die derzeitigen Schlüsselmaßnahmen der Stadt Senftenberg bilden das Projekt Seestadt und die Stärkung der Innenstadt. Zur Umsetzung sind beide Maßnahmen in einzelne Projekte unterteilt, über die Sie an dieser Stelle Informationen finden können.
Umweltbildungszentrum am Tierparkeingang
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU-Förderung)
Kultur- und Bildungsstandort Neue Bühne
Das Projekt SeeStadt ist die Schlüsselmaßnahme der Senftenberger Stadtentwicklung mit höchster Priorität. Ziel dieses Maßnahmenkomplexes ist die Schaffung einer attraktiven Verbindung zwischen der Senftenberger Altstadt und dem Naherholungsgebiet Senftenberger See. Der See hat sich seit vielen Jahren als wichtigstes Freizeit-, Erholungs- und Tourismuspotenzial der Senftenberger und ihrer Gäste etabliert.
Eine funktionale und gestalterische Aufwertung des zwischen Stadthafen und Altstadt liegenden Stadtraumes gelingt durch die Aufwertung des öffentlichen Raumes und der Blickbeziehungen ebenso wie durch den Neubau des Umweltbildungszentrums am Tierparkeingang, die Schaffung einer attraktiven Verbindung über die Schwarze Elster sowie kleinteilige Gastronomie- und Dienstleistungsangebote.
Die bereits abgeschlossene Erneuerung der Renaissancefestung und ihrer Wallanlagen hat wesentlich zur Attraktivität des Schlossparks und der Achse zwischen Altstadt und See beigetragen.
Das Projekt SeeStadt wird mit Unterstützung durch EU- und Städtebaufördermittel realisiert (EFRE-Programm Nachhaltige Stadtentwicklung) und setzt sich aus folgenden Maßnahmen zusammen:
Stadthafen Senftenberg Umweltbildungszentrum am Tierparkeingang Schlosspark Senftenberg
Masterplan SeeStadt 2020 [PDF: 6,2 MB]
Senftenberg grenzt als einzige Stadt des Lausitzer Seenlandes direkt mit der Innenstadt an die Seelandschaft an. Die Errichtung eines urban geprägten Hafens, der sowohl einen wichtigen Eingang zum wassertouristischen Angebot der Seenlandschaft darstellt, andererseits aber auch die direkte Verbindung zur Senftenberger Altstadt ist, ist die logische Konsequenz und bietet Potenzial für die weitere Qualifizierung der Senftenberg Innenstadt.
Der Stadthafen Senftenberg verbindet künftig die wassertouristischen Angebote des Lausitzer Seenlandes mit den kulturellen und historischen Anziehungspunkten der Stadt Senftenberg. Neben der Errichtung der Hafenanlage mit den notwendigen Funktionen und Nebenanlagen erfolgt im Rahmen der Maßnahme die Neugestaltung des angrenzenden öffentlichen Raumes, die funktionale Ergänzung des Stadtraumes durch kleinteilige Gastronomieund Dienstleistungsangebote und ebenso die Errichtung eines Spielplatzes in unmittelbarer Nähe.
Der Schlosspark ist ein attraktiver und wichtiger Erholungsraum für die Bewohner und Gäste der Stadt Senftenberg. Im Rahmen der Werkstatt SeeWege im Jahr 2009 erörterten Fachexperten und Bewohner der Stadt die Potenziale, Mißstände und Entwicklungsmöglichkeiten der Anlage. Im Ergebnis des Verfahrens wurden die Interventionsschwerpunkte definiert und weiterführende Planungen beauftragt.
Neben der weiteren funktionalen Verbesserung des Steindamms für den Fußgänger- und Radverkehr und dessen Ausbau zur Verbindungsachse zwischen Stadthafen und Altstadt kommt der Aufwertung des öffentlichen Raumes als Kommunikations- und Aufenthaltsort eine besondere Bedeutung zu. Neben der Herstellung einer attraktiven räumlich-gestalterischen Verbindung über die Schwarze Elster und der Ergänzung des Parkplatzangebotes am Dubinaweg erfährt vor allem der südliche Eingangsbereich zum Schlosspark zwischen Umweltbildungszentrum, Steindamm, dem Parkplatz Dubinaweg und dem Eingang zum Gelände des Stadthafens eine umfassende funktionale und gestalterische Aufwertung. Ergänzt werden diese investiven Projekte mit den kleinteiligen Maßnahmen eines Pflege- und Entwicklungskonzeptes für den Schlosspark, das die Qualifizierung der Wege- und Blickbeziehungen im Schlosspark zum Ziel hat.
Die funktionale Stärkung der Senftenberger Innenstadt mit Hilfe verschiedener investiver und nichtinvestiver Maßnahmen ist das Ziel dieser Schlüsselmaßnahme.
Der Bereich Innenstadt umfasst neben dem Stadtzentrum/Altstadtbereich auch die Bebauung entlang der Bahnhofstraße bis zum Senftenberger Bahnhof Die Einzelprojekte der Schlüsselmaßnahme 2 setzen sich neben der Erneuerung des öffentlichen Raumes der Bahnhofstraße, den Aktivitäten zur Revitalisierung von Brachflächen vor allem aus Vorhaben zur attraktiveren Gestaltung des Theaterstandortes Neue Bühne und Maßnahmen zur Stärkung des lokalen Einzelhandels und Gewerbes zusammen.
Neben der direkten Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) wurde in der Senftenberger Altstadt ein Innenstadtmanagement etabliert, das Informations- und Kommunikationsangebote für die Bewohner, Unternehmen und Institutionen der Senftenberger Innenstadt bereithält.
Die Stadt Senftenberg wurde auf Grundlage des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (INSEK) als eine von insgesamt 15 brandenburgischen Städten für das Förderprogramm „Nachhaltige Stadtentwicklung“ ausgewählt. Bis 2013 stehen damit Fördermittel aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) für Maßnahmen der Stadt- und Wirtschaftsentwicklung zur Verfügung. Neben der Umsetzung baulicher Maßnahmen wurde im Rahmen der nachhaltigen Stadtentwicklung 2009 programmbegleitend ein Innenstadtmanagement eingerichtet.
Ziel des Innenstadtmanagements ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die weitere bauliche, wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Innenstadt. Dazu werden entsprechende Strategien erarbeitet, Netzwerke mit Gewerbetreibenden, Bewohnern und anderen Akteuren initiiert oder ausgebaut sowie Aktionen zur Vitalisierung und funktionalen Stärkung der Innenstadt forciert. Handlungsfelder sind beispielsweise die enge Zusammenarbeit mit der städtischen Wirtschaftsförderung, die Vernetzung von Akteuren und Initiativen zur Steigerung des bürgerschaftlichen Engagements, das Initiieren, Realisieren und Koordinieren von Projekten zur stärkeren Identifizierung von Bewohnern und Besuchern der Innenstadt sowie zur Imageverbesserung. Darüber hinaus informiert das Innenstadtmanagement auch über bauliche Maßnahmen, die im Rahmen der EFRE-Förderung in Senftenberg durchgeführt werden.
Das Innenstadtmanagement verfolgt beim Aufbau von Netzwerkstrukturen und der Etablierung von Projekten einen degressiven Ansatz.
Projekte 2010
Projekte 2011
Schwerpunkte für das Jahr 2012
Öffnungszeiten des City-Büros
| Montag | 9:00 Uhr - 15:00 Uhr |
| Dienstag | 8:30 Uhr - 18:00 Uhr |
Im Rahmen des EFRE-Förderprogramms Nachhaltige Stadtentwicklung des Landes Brandenburg bietet die Stadt Senftenberg kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit eines finanziellen Zuschusses - etwa bei der Neuanschaffung von Betriebsgütern, bei der Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen u.a.. Detaillierte und aktuelle Hinweise sowie die genaue Fördergebietskulisse finden sie hier.
Das Senftenberger Theater Neue Bühne ist überregional bekannt und gehört zu den wichtigsten kulturellen Einrichtungen der Stadt und der Region. Das Theater sichert mit seinen Angeboten und Aufführungen kulturelle Vielfalt und Bildung im Süden Brandenburgs.
Eine Besonderheit stellt die baulich-räumliche Verbindung mit dem Schulstandort der Walter-Rathenau-Grundschule dar. Zur weiteren Sicherung der hohen Qualität des Kultur- und Bildungsangebotes, das die neue Bühne offeriert, sind Investitionen in das Theatergebäude, dessen technische Ausstattung und dessen bessere Integration in das städtebauliche Umfeld notwendig.
Die Erneuerung der öffentlichen Multifunktionsfläche, die von Theater und Schule genutzt wird, ermöglicht eine verbesserte Nutzbarkeit im Rahmen der oft in den Stadtraum hineinwirkenden Theaterfestspiele GlückAufFest sowie weiterer Aufführungen.